24 July 2026

Ratingagentur lobt Berufsunfähigkeitsversicherer

Die Ratingagentur Morgan & Morgen stellt in ihrem letzten Vergleich dem Berufsunfähigkeitsversicherungs-Sektor ein sehr gutes Zeugnis aus: "Angebot und Anbieterkompetenz zeigen sich auf einem hohen Niveau".


Zusammenspiel verschiedener Faktoren

Bei der Analyse geht es nicht nur primär darum, welche Leistungen die Versicherung im Schadens-fall verspricht; vielmehr ist wichtig, die passende Kombination aus Kompetenz des Versicherers, Bedingungswerk, Antragsfragen und Stabilität der Beiträge zu finden. Iris Portugall, Rating-Spezialistin und Aktuarin, drückt es folgendermaßen aus: „Ein BU-Tarif ist nur so gut wie das Zusammenspiel aus Bedingungen, Anbieterkompetenz und finanzieller Stabilität des Versicherers.“


Grundlagen der Bewertung

Morgen & Morgen richtet den Fokus bei seiner Begutachtung exakt auf diese Faktoren und bewer-tet die bestehenden Tarife entsprechend. Neben öffentlich verfügbare Informationen fließen auch interne Daten der Versicherer, wie Umgang mit Leistungsfällen, Antragsprüfung, gerichtliche Pro-zesse und Bestandsführung in die Evaluation ein.


Vier Teilratings

Die Gesamtnote umfasst vier Teil-Ratings (Gewichtung in Klammern)

• Bedingungen (40 Prozent)

• Kompetenz (30 Prozent)

• Beitragsstabilität (20 Prozent)

• Antragsfragen (10 Prozent)

Anhand dieser Kennzahlen zeigen sich die Versicherungsgesellschaften von ihrer positiven Seite; von 636 analysierten Tarifen bzw. Tarifkombinationen erhielten 537 die Top-Bewertung von fünf Sternen.


Antragsannahme

Aufschlussreich sind in diesem Kontext zudem die ergänzenden Angaben der Rankingagentur, wie Versicherungsgesellschaften mit den gestellten Anträgen verfahren,

hier die Ergebnisse im Einzelnen:

• 79,9 Prozent – normale Annahme

• 10,5 Prozent – Annahme mit Ausschlüssen

• 3,2 Prozent – Kunde meldet sich nicht mehr

• 2,8 Prozent – Annahme mit Zuschlag

• 2,8 Prozent – Ablehnung

• 0,8 Prozent – Annahme mit Zuschlägen und Ausschlüssen


Häufigste Ursachen für Berufsunfähigkeit

• 32,3 Prozent – Psyche

• 17,6 Prozent – Skelett und Bewegungsapparat

• 16,3 Prozent – Krebs und andere bösartige Geschwülste

• 13,8 Prozent – sonstige Erkrankungen

• 7,0 Prozent – Nervenkrankheiten ohne Psyche

• 6,9 Prozent - Unfall

• 6,1 Prozent - Herz und Gefäßsystem


Gründe für Leistungsablehnung

• 40,6 Prozent – Kunde reagiert nicht mehr

• 33,0 Prozent – 50 Prozent BU-Grad nicht erreicht

• 9,4 Prozent – sonstige Gründe

• 8,5 Prozent – vorvertragliche Anzeigepflicht verletzt

• 6,2 Prozent – Anfechtung oder Betrug

• 1,8 Prozent – Ausschlüsse

• 0,4 Prozent – konkrete Verweisung

• 0,1 Prozent – abstrakte Verweisung